Vielen Dank Sandro

Man soll mit Superlativen sparsam umgehen, aber was am Sonntag nach dem Regionalliga-Spiel unserer Mannschaft gegen Steißlingen ablief, verdient das Prädikat "außergewöhnlich". Es hieß, Abschied zu nehmen von unseren Spielern Sebastian Wichmann, Jeremias Seebacher, Dominik Merz und Dominik Ströhm - sowie von unserem Trainer Sandro Catak. Sieben Jahre lang hat Sandro beim TV Sandweier gewirkt und uns in dieser Zeit "auf das nächste Level gehoben", wie Simon Riedinger, der Sportliche Leiter, in seiner Laudation hervorhob. Am Sonntag endete nun die Ära Sandro Catak in Sandweier, die dem TVS zwei Oberliga-Vizemeisterschaften, einen vierten sowie einen fünften Platz in der Oberliga (jetzt Regionalliga) und zwei unvergessliche Jahre in der 3. Liga bescherte. Inklusive der abgebrochenen Corona-Saison 2020/21 betreute Sandro den TVS in 166 Spielen. Wir sagen unserem Coach vielen Dank für sein Riesen-Engagement und lassen zur Verabschiedung die Fotos von René Schlageter und Daniel Merkel sprechen...

Vielen Dank Jungs!
Bei der Verabschiedung unserer Spieler nach der Regionalliga-Partie gegen Steißlingen wurde in der Sandweierer Rheintalhalle schon die ein oder andere Träne verdrückt. Wir bedanken uns recht herzlich für ihren Einsatz bei:

Sebastian Wichmann

Jeremias Seebacher

Dominik Merz

Dominik Ströhm
Grandioses Regionalliga-Saisonfinale: Emotionen pur - und ein souveräner Sieg

Danke Coach: Unsere Mannschaft verabschiedete Trainer Sandro Catak mit einem souveränen 34:29-Heimsieg gegen den TuS Steißlingen. Fotos: Daniel Merkel
Es waren am Sonntag wieder Momente, die unseren Verein, den TV Sandweier, so liebenswert machen. Das letzte Saisonspiel gegen den TuS Steißlingen wurde einmal mehr zu einem Handball-.Fest, wie man es in der Vergangenheit - regelmäßig Anfang Mai - schon öfter zu sehen bekam. Diesmal gab es zwar weder Meisterschaft noch Aufstieg zu bejubeln - und dennoch war es vor 600 Zuschauern in der Rheintalhalle eine ganz besondere Veranstaltung. Eine Ära ging zu Ende: Trainer Sandro Catak wurde nach sieben Jahren erfolgreicher Tätigkeit beim TVS verabschiedet. Für eine weitere TVS-Legende, Sebastian Wichmann, hieß es ebenfalls, Abschied zu nehmen - wie auch für Jeremias Seebacher, Dominik Merz und Dominik Ströhm. Emotionen pur!
Im BT/BNN werden den die Ereignisse folgendermaßen geschildert:
Die Handball-Regionalliga-Runde 2025/26 ist Geschichte. Der TVS 1907 Baden-Baden gewann am 30. Spieltag in der Sandweierer Rheintalhalle gegen den TuS Steißlingen mit 34:29 (18:12) und belegt im Endklassement mit 41:19 Punkten den vierten Platz, was durchaus als großer Erfolg bewertet werden darf. Mit dem finalen Saisonspiel endete bei den Grün-Weißen gleichzeitig auch eine Ära, die von Cheftrainer Sandro Catak geprägt war.
Sieben Jahre lang hatte der Coach das Sagen im Baden-Badener Stadtteil. „Es war eine wunderbare Zeit, die ich nicht missen möchte“, sagte Catak, der nach der Partie gegen Steißlingen vor 600 Zuschauern mit Glanz und Gloria verabschiedet wurde. „Du hast uns auf das nächste Level gehoben“, lobte Simon Riedinger, der Sportliche Leiter des TVS, den scheidenden Trainer.
Neben Catak wurden außerdem vier Spieler des Regionalliga-Kaders verabschiedet. Allen voran Sebastian Wichmann. Der Abwehrspezialist war seit dem Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg im Jahr 2011 ein wichtiger Bestandteil der TVS-Mannschaft. Er absolvierte in 15 Jahren sage und schreibe 358 Spiele im Sandweierer Trikot. Das macht ihn zum unumstrittenen vereinsinternen Rekordmann, was die Anzahl der Einsätze betrifft. Der 36-Jährige tritt künftig kürzer, wird dem TVS aber in jedem Fall verbunden bleiben. Tiefe Spuren hinterlässt auch Jeremias Seebacher in Sandweier, der seit 2021 für den TVS aktiv war und aus persönlichen Gründen zu seinem Heimatverein SG Kappelwindeck/Steinbach zurückkehrt. Dass der Spielmacher und Torjäger aufgrund einer Ellenbogenverletzung lange fehlte, ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass es dem TVS nicht nach ganz vorne gereicht hat.
Zurück in die Heimat, nämlich zur SG Muggensturm/Kuppenheim, zieht es auch Dominik Ströhm. Der Rückraumspieler, der zuletzt verletzungsbedingt passen musste, legt sein Hauptaugenmerk aktuell auf die Prüfung zum Metallbau-Meister und stellt die handballerischen Aktivitäten deswegen zunächst etwas zurück. Schließlich verlässt auch Torhüter Dominik Merz, nach der Verletzung von Andreas Uttke zur Nummer eins aufgestiegen, nach drei Jahren den Regionalligisten und schlägt seine Zelte künftig beim nordbadischen TV Knielingen auf.
Derweil hat der TVS Baden-Baden die Weichen für die Zukunft längst gestellt. Der bisherige Co-Trainer Marius Merkel tritt zusammen mit Markus Koch, bislang Trainer des TVS-Verbandsliga-Teams, die Catak-Nachfolge an. Der Vorteil: Beide Newcomer sind „alte Hasen“ im Geschäft, kennen die Spieler und die Abläufe innerhalb des Vereins, so dass es keiner Eingewöhnungszeit bedarf. Zum vorhandenen Kader stoßen von außen als Zugänge die Torhüter Noah Frensel (HSG Konstanz) und Matthias Meßmer (zurück von der SG Kappelwindeck/Steinbach) sowie Kreisläufer Jonas Kurbel (SG Pforzheim/Eutingen II). Vom TVS-Verbandsliga-Team rücken Lukas Veith und Luca Schlageter, der schon in dieser Saison den Regionalliga-Kader ergänzte, nach oben auf.
Den Status als Zugang hat auch Linkshänder Bennet Löhmar, der sich nach seinem kurzfristigen Wechsel aus Pforzheim mit acht Toren beim 31:29-Sieg in Neuenbürg eindrucksvoll einführte, nach drei Spielen aber verletzungsbedingt ausfiel. Schließlich kann der TVS in der kommenden Saison auch wieder auf Maximilian Strüwing zählen. Der Torjäger, der aufgrund einer Knieverletzung zum Zuschauen verurteilt war und im Titelkampf schmerzlich vermisst wurde, ist wieder zurück im Training und wird in der nächsten Saison wie gehabt die rechte Angriffsseite beackern.
Zum Abschluss seines Engagements in Sandweier erlebte Coach Catak gegen den TuS Steißlingen noch einmal ein Spiel, das von Beginn an von seiner Mannschaft dominiert wurde. Schon zur Halbzeit zeichnete sich beim Stand von 18:12 der Sandweierer Sieg ab. Nach dem Wechsel hielt der TVS den Gegner stets auf Distanz. In der 54. Minute war beim 32:23 die Entscheidung längt gefallen. Überragend beim Sieger waren der elffache Torschütze Andre Ockert sowie Torhüter Dominik Merz, der glänzend parierte und zudem mit Weitwürfen ins verlassene Steißlinger Gehäuse zwei Tore erzielte. Nach Dominik Merz und Thilo Hafner kam in der Schlussphase Marc Jurack als dritter Torhüter zum Einsatz - als Dank für seine Aushilfstätigkeit im Training. Der Debütant setzte dann mit einer gelungenen Parade unmittelbar vor dem Abpfiff den Schlusspunkt hinter eine tolle Vorstellung unserer Mannschaft.
Für den TVS spielten: Dominik Merz 2, Thilo Hafner, Marc Jurack (Tor); Luis Materna 1, Jeremias Seebacher 4, Tim Krauth 6, Elias Dörflinger 5, Julian Schlager 2, Joel Kraus 1, Andre Ockert 11/3, Mirco Schlageter, Luca Schlageter, Maximilian Vollmer 1, Sebastian Wichmann, Elias Meier 1.

Die letzte Ansprache des Trainers an die Mannschaft nach dem finalen Saisonspiel.
Alles zum Regionalliga-Saisonfinale des TVS am heutigen Sonntag (17 Uhr) gegen den TuS Steißlingen

Die Lage in der Regionalliga
Auch der letzte Regionalliga-Spieltag der Saison 2025/26 hat es in sich. Zwar steht der TSB Schwäbisch Gmünd als Meister fest, während der TSV Blaustein und der TV Plochingen absteigen müssen. Gesucht werden aber noch der zweite Aufsteiger und der dritte Absteiger. Für den Sprung in die Dritte Liga kommen noch die HSG Albstadt und der TSV Heiningen infrage. Den dritten Absteiger machen der TV Neuhausen/Erms und die MTG Wangen unter sich aus.
Unsere Mannschaft hat nach der jüngsten unglücklichen Niederlage in Willstätt die Chance auf Platz zwei eingebüßt. Schade - vor allem, wenn man bedenkt, wie knapp es beim 27:28 im Hanauerland war. Keine Frage: Mit weniger Verletzungspech und etwas mehr Glück hätte es auch in dieser Saison zum großen Wurf reichen können.
Es wäre freilich grundverkehrt, den verpassten Möglichkeiten nachzutrauern. Der Blick muss vielmehr nach vorne gerichtet werden, zumal die Regionalliga in der nächsten Runde von der Besetzung her nicht nur attraktiv, sondern auch bärenstark zu werden verspricht.
Zum Saisonabschluss hoffen wir noch einmal auf ein tolles Spiel in der Rheintalhalle. Mit dem TuS Steißlingen, dessen Mannschaft und Fans wir recht herzlich begrüßen, kommt ein Gegner nach Sandweier, der als Aufsteiger für ordentlich Furore gesorgt hat und zuletzt sogar mit einem Aufstiegsplatz liebäugeln durfte.
Unsere Mannschaft wird noch einmal alles geben, um den finalen Auftritt des scheidenden Chef-Trainers Sandro Catak erfolgreich zu gestalten. Im Anschluss an die Partie werden wir Sandro sowie Sebastian, Jeremias und unsere beiden Dominiks gebührend verabschieden und hoffen noch einmal auf eine volle Rheintalhalle!
TVS-Ticker – TVS-Ticker – TVS-Ticker
Unser Gast: Der TuS Steißlingen rückte nach der Saison 2016/17 als Meister der Südbadenliga erstmals in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Nach Platz zehn im ersten Oberliga-Jahr stieg man 2018/19 höchst unglücklich ab, um postwendend nach der Saison 2019/20 als Südbadenliga-Meister in die Oberliga zurückzukehren. Nach dem erneuten Abstieg holte der TuS 2023/24 den Südbadliga-Titel, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen zur Oberliga knapp an der MTG Wangen. 2024/25 folgte der nächste Südbadenliga-Titel und der damit verbundene Aufstieg in die 4. Liga, die nun Regionalliga heißt. Als Aufsteiger spielt die Mannschaft von Trainer Jürgen Herr eine starke Saison und belegt vor dem letzten Spieltag mit 38:20 Punkten den sechsten Platz.
Heimatkunde: Steißlingen mit seinen knapp 5.000 Einwohnern liegt im Hegau nördlich des Bodensees im Landkreis Konstanz. Die Gemeinde grenzt an Orsingen-Nenzingen, Stockach, Radolfzell, Singen und Volkertshausen.
Die bisherigen Oberliga-Vergleiche: Die beiden Teams standen sich in der Oberliga bislang fünfmal gegenüber, erstmals 2017/18 - in der Oberliga-Meistersaison des TVS. Nach dem 30:30 im Hinspiel in Steißlingen landete unsere Mannschaft im Rückspiel am 17. Februar 2018 in der Rheintalhalle einen 39:23-Kantersieg. In der Saison 2021/22 siegte der TVS in Sandweier mit 28:23 und in Steißlingen mit 26:21 – der zweite Aufstieg in die Dritte Liga wurde damit perfekt gemacht. In der laufenden Runde musste sich unsere Mannschaft am zweiten Spieltag in Steißlingen mit 29:34 geschlagen geben. Die Bilanz aus Sandweierer Sicht lautet somit: 3 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage.
Lange ist’s her: Zum allersten Mal trafen der TuS Steißlingen und der TV Sandweier in der Saison 1976/77 aufeinander, nämlich in der damals viertklassigen Verbandsliga des Südbadischen Handball-Verbands, die es in dieser Form längst nicht mehr gibt. Beide Teams gingen als Aufsteiger ins Rennen. Gleich am ersten Spieltag konnte sich Steißlingen beim TVS mit 13:10 (10:7) durchsetzen. Das Rückspiel entschied Steißlingen mit 19:17 (9:7) für sich. Die Torschützen in den beiden Spielen hießen auf Steißlinger Seite Bichsel, Tosch, von Briel, Martin, Maier, Alpert, Scherr; für Sandweier trafen Harald Ullrich, Peter Kinz, Josef Bleich, Kurt Hochstuhl, Rolf Bornhäußer, Horst Peter und Daniel Merkel. Die beiden Steißlinger Siege änderten freilich nichts daran, dass unsere Mannschaft am Ende hinter der FT 1844 Freiburg und Mimmenhausen auf Platz drei landete und damit in die drittklassige Oberliga Südbaden aufstieg. Steißlingen wurde nur Fünfter, rückte dann aber ein Jahr später in die Oberliga auf.
Die Personalsituation: Nichts Neues beim Personalstand des TVS: Bennet Löhmar, Dominik Ströhm, Maximilian Strüwing sowie Torhüter Andreas Uttke fallen nach wie vor verletzungsbedingt aus. Dafür springen Torwart Thilo Hafner sowie Joel Kraus und Luca Schlageter aus dem TVS-Verbandsliga-Team ein.
Vielen Dank: Wir verabschieden heute unseren Trainer Sandro Catak, der uns in den vergangenen sieben Jahren auf ein neues sportliches Level gehoben hat. Eine TVS-Legende ist Sebastian Wichmann, der seit dem ersten Oberliga-Spiel des TVS überhaupt im Jahr 2011 in Weinsberg das TVS-Trikot trägt. Jeremias Seebacher gehört seit 2021 zu uns und kehrt nun zu seinem Heimatverein SG Kappelwindeck/Steinbach zurück. Auch Torhüter Dominik Merz (seit 2023 bei uns) verlässt uns leider und wechselt zum TV Knielingen. Dominik Ströhm, der sich auf die Meisterprüfung vorbereitet, zieht es nach einem Jahr wieder zurück in die Heimat zur SG Muggensturm/Kuppenheim. Wir bedanken uns bei allen für ihren Einsatz und wünschen für die Zukunft alles Gute!
Verbandsliga: TVS II unterliegt im Derby deutlich
Saison 2025/26, 26. Spieltag
TVS 1907 Baden-Baden II - SG Kappelwindeck/Steinbach 17:27 (10:12)
Die Luft war raus am letzten Spieltag: Unser Verbandsliga-Team musste sich im Derby der SG Kappelwindeck/Steinbach klar mit 17:27 geschlagen geben. Nach einem 3:0-Blitzstart lief bei den Schützlingen von Trainer Markus Koch in der Folge nicht mehr viel zusammen. Nach dem 10:12-Halbzeitstand hielt der TVS die Partie nur noch bis zum 13:15 (35.) offen. geriet dann aber spätestens ab dem 13:18 (39.) auf die Verliererstraße. Die Gäste setzten sich zweifellos verdientermaßen durch und rückten in der Tabelle am TVS vorbei auf den fünften Platz.
Der TVS II beendet die Saison mit starken 28:24 Punkten auf Rang sieben - das erklärte Ziel Klassenerhalt war zuvor längst erreicht.
Für den TVS II spielten: Jörgen Armbrüster, Marc Jurack (Tor); Maddox Rexer 1, Luca Hable 1. Paul Ewald, Max Kuypers, Markus Raster, Maik Holfelder, Luca Schlageter 2, Jonas Illg, Lukas Veith 8/4, Xaver Bastian 2, Franz Henke 1, Johannes Henke 2.
- Großes Saisonfinale: Am Samstag (20 Uhr) Derby TVS II gegen Kappelw./Steinbach I - am Sonntag (17 Uhr) TVS I gegen Steißlingen
- 357 Spiele für den TVS: Sebastian Wichmann sagt "Adieu"
- Das Programm unserer Mannschaft am Wochenende 2./3. Mai 2026
- Verbandsliga: Zu viele Fehlwürfe des TVS II in Schutterwald

















